Steuerliche Regelungen zum Home-Office zukunftsgerecht ausgestalten

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Ende letzter Woche gab es unter anderem in der FAZ und im Manager-Magazin Berichte zu einem Vorschlag von mir, dass im Home-Office arbeitende Steuerpflichtige entlastet werden müssen.

Dieser Vorschlag basiert zum einen darauf, dass durch Corona weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pendeln müssen und dementsprechend auch die Pendlerpauschale in ihren Steuererklärungen niedriger ausfallen wird. Der viel wichtigere Punkt betrifft aber die steuerliche Behandlung des Home-Office selbst. Die Thematik des Home-Office beschäftigt schon lange unsere Unternehmen und deren Beschäftigte und die aktuellen Rechtsvorschriften dazu sind meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß.

Bisher ist die Voraussetzung, um als Arbeitnehmer Kosten für das Home-Office steuerlich geltend zu machen, dass man ein separates Arbeitszimmer hat. Ein Schreibtisch im Wohnzimmer o.ä. reicht für die steuerliche Anerkennung nicht aus. Außerdem darf dem Arbeitnehmer neben dem Arbeitsplatz im Home-Office kein weiterer Arbeitsplatz zur Verfügung stehen. Dies entspricht nicht mehr der Wirklichkeit. Nicht nur durch Corona haben aktuell viele Beschäftigte keinen Arbeitsplatz mehr in ihrem Unternehmen. Selbst vor der Krise gab es in vielen Unternehmen schon keine klassischen Arbeitsplätze mehr. Die Mitarbeiter setzen sich mit ihren Laptops an wechselnde Plätze und arbeiten von dort aus.

Daher bin ich der Meinung, dass die mit dem Home-Office verbundenen Kosten steuerlich geltend gemacht werden können. Wir sollten die bestehende Regelung in § 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG anpassen und zeitgemäß ausgestalten. Damit würden wir nicht nur in Zeiten der Corona-Krise, sondern auch langfristig eine vernünftige steuerliche Regelung für das Arbeiten aus dem Home-Office schaffen.

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