Holocaust Gedenktag: We remember!

Foto: Büro Fritz Güntzler, MdB (Berlin)Foto: Büro Fritz Güntzler, MdB (Berlin)

Vor 75 Jahren wurde das NS-Konzentrationslager Auschwitz durch sowjetische Truppen befreit. Allein dort wurden rund 1,5 Millionen Menschen von den Nationalsozialisten ermordet. Würde für jedes der insgesamt 6 Millionen Opfer des Holocaust eine Schweigeminute eingelegt werden, wäre es 11 Jahre lang still.

Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Erinnerung an den Holocaust nicht verblasst! Jeder einzelne von uns ist aufgerufen, Hass und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.

Gedenkstunde zur Befreiung von Auschwitz im Bundestag

Am Montag erinnerten wir zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ im Bundestag in einer Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus. Ehrengast war der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin, der Deutschland für seine Anstrengungen im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus dankte. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beteuerte: „Wir werden nicht vergessen. Wir stehen an der Seite Israels.“

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sagte zur Eröffnung der Gedenkstunde: „Auschwitz erinnert daran, wie verführbar wir Menschen sind, wie zerbrechlich unsere Zivilisation ist, wie schnell unsere humanistische Substanz Schaden nimmt; wie angreifbar ihr ethisches Fundament bleibt, wenn wir es nicht verteidigen.“ Er gedachte der Millionen Opfer und der Überlebenden, die seelisch zerbrochen sind. Die Verantwortung, Konsequenz und Lehre aus den Gräueltaten der Nationalsozialisten zu ziehen, übernehme jede Generation neu, sagte Schäuble.

Verantwortung für die Geschichte annehmen

Der Bundestagspräsident prangerte an, dass es immer wieder Versuche gab und erneut gibt, die Verbrechen kleinzureden oder umzudeuten. „Das wird nicht gelingen“, versprach er. Denn es gehöre zum gesellschaftlichen Grundkonsens, die historische Verantwortung für die NS-Verbrechen anzunehmen. Sie sei konstitutiv für das Selbstverständnis unseres Landes. „Wer an diesem Fundament rüttelt, wird scheitern.“

„Es darf keinen Schlussstrich geben“

Auch Steinmeier betonte, es gehöre zum Selbstverständnis aller Deutschen, die Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Seine Sorge sei aber, „dass wir die Vergangenheit inzwischen besser verstehen als die Gegenwart“. Denn der alte Ungeist sei nicht vergangen, sagte er unter Verweis auf den Anschlag von Halle, auf Anfeindungen gegen Juden, auf Drohungen gegen Politiker, auf Hass und Hetze im öffentlichen Diskurs. „Die bösen Geister zeigen sich in neuem Gewand“, warnte er und forderte: „Deshalb darf es keinen Schlussstrich geben.“ Man dürfe „nicht vergessen, was geschehen kann“. An Reuven Rivlin gewandt betonte Steinmeier: „Wir wollen zeigen, dass unser Land dem neu geschenkten Vertrauen gerecht wird.“ Er fügte hinzu: „Ihre Anwesenheit ist ein Zeichen der Verbundenheit zwischen unseren beiden Ländern. Ich verstehe es als Verpflichtung, uns der Hand, die Israel uns gereicht hat, würdig zu erweisen.“ Die Versöhnung sei eine Gnade, die man nicht habe erhoffen dürfen.“

Link zum Facebook-Post:

facebooklogo

ANSCHRIFT

Fritz Güntzler, MdB
Reinhäuser Landstraße 5
37083 Göttingen

Telefon: 0551 73888
Fax: 0551 73710

fritz.guentzler@bundestag.de

KONTOVERBINDUNG

CDU Kreisverband Göttingen
Volksbank Kassel Göttingen

IBAN
DE06 5209 0000 0042 4528 66

Stichwort:
Fritz Güntzler MdB


©2018 Fritz Güntzler, MdB