Organspende: Bundestag beschließt Zustimmungslösung

Foto: Büro Fritz Güntzler, MdBFoto: Büro Fritz Güntzler, MdB

Am Donnerstag hat der Bundestag mit deutlicher Mehrheit beschlossen, dass es in Deutschland jedem Bürger weiter selbst überlassen bleibt, ob er sich nach seinem Tod als Organspender zur Verfügung stellt. Damit gilt von nun an die Zustimmungslösung, die auf zusätzliche Information und bessere Aufklärung setzt. Bedauerlicherweise erhielt die Widerspruchslösung, die die Bürger automatisch zu potenziellen Spendern gemacht hätte, keine Mehrheit.

Jetzt sind unter anderem die Bürgerämter gefragt. Zukünftig soll mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen das Thema Organspende angesprochen werden.

Ich habe nach Scheitern des Antrags zur “doppelten Widerspruchslösung” für die Zustimmungslösung gestimmt, da dieser Gesetzesentwurf zumindest im Vergleich zum Status quo eine Verbesserung und ein erster Anschub ist.

Wir müssen nun genau beobachten wie sich die Zahl der Organspenden entwickelt. In Deutschland stehen derzeit rund 9.400 Patienten auf der Warteliste für eine Organtransplantation. 2018 spendeten allerdings nur knapp 1.000 Menschen bundesweit nach dem Tod ihre Organe für schwerkranke Patienten. Umfragen zufolge stehen 84 Prozent der Bürger einer Entnahme von Organen und Gewebe nach dem Tod positiv gegenüber. Jedoch besitzen derzeit nur 36 Prozent einen Spenderausweis. Die Koalition hat bereits organisatorische und strukturelle Weichen gestellt, um Organtransplantationen in den Krankenhäusern zu erleichtern und zu beschleunigen.

Die Zahl der Organspenden muss steigen, damit Menschen nicht unnötig lange und oft auch erfolglos auf lebenswichtige Organspenden warten müssen.

Entscheidend ist: sollte kein signifikanter Anstieg zu verzeichnen sein, müssen wir das Thema erneut debattieren und anpacken.

Ich hoffe, dass die Debatte der vergangenen Monate die Menschen zum Nachdenken angestoßen hat und dass zukünftig mehr Leben durch Organspenden gerettet werden können.

Was bedeutet die Zustimmungslösung?

Wie bisher können Bürger künftig freiwillig ihre Bereitschaft zur Organspende erklären. Den Gesetzentwurf zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende, den eine Gruppe um die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag, und den CDU-Abgeordneten Stephan Pilsinger, eingebracht hatte, sieht allerdings eine Weiterentwicklung der bestehenden Rechtslage vor: Bürger sollen nun bei Arztbesuchen, Ausweisverlängerungen und anderen Behördengängen um eine Entscheidung zur Organspende gebeten werden. Diese Entscheidung wird in einem bundesweiten Online-Register dokumentiert. Sie kann jederzeit widerrufen werden.

Link zum Facebook-Post:

facebooklogo

 

 

ANSCHRIFT

Fritz Güntzler, MdB
Reinhäuser Landstraße 5
37083 Göttingen

Telefon: 0551 73888
Fax: 0551 73710

fritz.guentzler@bundestag.de

KONTOVERBINDUNG

CDU Kreisverband Göttingen
Volksbank Kassel Göttingen

IBAN
DE06 5209 0000 0042 4528 66

Stichwort:
Fritz Güntzler MdB


©2018 Fritz Güntzler, MdB