Organspende

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Am Mittwoch haben wir im Bundestag über zwei Gesetzentwürfe zur Organspende in erster Lesung beraten. Ich unterstütze als Mitunterzeichner den Vorschlag u.a. von Gesundheitsminister Jens Spahn, eine doppelte Widerspruchslösung einzuführen. Nach Angaben der DSO warten derzeit über 10.000 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan. Diesen Menschen und Ihren Angehörigen möchte ich auch hiermit Hoffnung machen. Die Zahl der Organspenden in Deutschland muss dafür erhöht werden. Deutschland ist in Europa Schlusslicht. Alle bisherigen Maßnahmen haben nicht zu dem nötigen Erfolg geführt. Klar ist, dass auch bei einer Widerspruchslösung es eine ganz persönliche Entscheidung bleibt. Wir müssen hierüber einen offenen und gesellschaftlichen Diskurs führen.

In Deutschland stehen derzeit über 9.400 Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Nur rund ein Drittel dieser Patienten bekam 2018 auch ein Organ transplantiert. „Nach wie vor gibt es in Deutschland zu wenige Organspender und eine zu lange Warteliste“, sagt auch unsere gesundheitspolitische Sprecherin Karin Maag. Eine positive Nachricht gibt es dennoch: Seit 2018 steigen die Zahlen der Organspender erstmalig wieder an. Dies ist nicht zuletzt ein Resultat einer breiten Debatte zum Thema in Politik und Gesellschaft.

Ein Organspender allein kann bis zu sieben Leben retten. Die Entscheidung, selbst einmal Organspender zu sein, schieben trotzdem viele Menschen auf – oftmals aus Angst vor Missbrauch oder im Glauben, als Spender gar nicht in Frage zu kommen. Seit 1983 hat sich der Tag der Organspende zum Ziel gesetzt, über das Thema Organspende aufzuklären und gleichzeitig ein Zeichen für die Wichtigkeit dieser Entscheidung zu setzen.

Spenderbereitschaft ist da – Organspendeausweis fehlt

Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) steht die große Mehrheit der Deutschen dem Thema Organ- und Gewebespende positiv gegenüber. Rund 72 Prozent der Befragten wären bereit, selbst Spender zu sein. Trotz dieser positiven Einstellung zum Thema Organspende haben immer noch zu wenig Menschen in Deutschland ihre Entscheidung dokumentiert z.B. durch einen Organspendeausweis. Ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass sich zu viele Menschen mit dem Thema einfach noch nicht beschäftigt haben bzw. sich nicht ausreichend informiert fühlen.

Dass mehr Menschen ihre Spenderbereitschaft in einem Organspendeausweis festhalten, dafür müssen wir uns „mit gemeinsamen Kräften weiter stark machen“, fordert auch Karin Maag. Wie das gelingen kann, darüber werde über Fraktionsgrenzen hinweg in den nächsten Monaten intensiv diskutiert. Dabei wird es auch um Möglichkeiten wie die Zustimmungs- oder Widerspruchslösung gehen.

Änderung des Transplantationsgesetzes soll Strukturen in Krankenhäusern verbessern

Der Deutsche Bundestag hat im Februar einer Änderung des Transplantationsgesetzes zugestimmt. Durch strukturelle Maßnahmen in den Krankenhäusern soll die Zahl der freiwilligen Organspenden dauerhaft erhöht werden. Die Entnahmekrankenhäuser werden in Zukunft besser vergütet. Vor allem kleinere Kliniken sollen bei der Identifizierung von potenziellen Spendern unterstützt werden. Zudem gibt es mit dem Gesetz bundeseinheitliche Freistellungsregelungen für Ärzte und besonders qualifizierte Pflegekräfte, die so mehr Zeit darauf verwenden können, mögliche Organspender zu identifizieren.

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