An der Seite unserer Soldatinnen und Soldaten – die Bundeswehr weiter stärken

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In dieser Woche habe ich mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf dem gelben Band der Verbundenheit unterschrieben. Eine tolle Aktion des Deutschen Bundeswehrverbandes mit der wir unsere Solidarität mit unseren Soldaten vermitteln und ihnen den Rücken stärken wollen.

Neben dieser symbolischen Handlung wollen wir die Bundeswehr und unsere Soldatinnen und Soldaten auch konkret unterstützen. Der Bundesvorstand der CDU hat dazu einen Antrag für den Bundesparteitag in Hamburg vorbereitet. Unter der Überschrift "An der Seite unserer Soldatinnen und Soldaten - Die Bundeswehr weiter stärken" haben wir Maßnahmen zusammengestellt, die wir umsetzen wollen, um die Bundeswehr für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken.

 

> Antrag des Bundesvorstandes an den 31. Parteitag der CDU Deutschlands: An der Seite unserer Soldatinnen und Soldaten – die Bundeswehr weiter stärken

Deutschland und Europa stehen vor den größten sicherheitspolitischen Herausforderungen seit dem Ende des Kalten Krieges. Von den Grenzen unseres Kontinents spannt sich ein Krisenbogen durch die Nachbarregionen mit zahlreichen gewaltsamen Konflikten und blutigen Bürgerkriegen. Selbst in Europa haben wir in den vergangenen Jahren erlebt, dass Grenzen gewaltsam verschoben wurden und Krieg und Gewalt zurückkehrten. Neue Bedrohungen, wie der internationale Terrorismus, Cyberattacken oder gezielte Falschinformationen, die die öffentliche Meinung bis hin zu Wahlen beeinflussen sollen, gefährden unsere Sicherheit zusätzlich.

Der Schutz Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger ist vornehmste Aufgabe unseres Staates. Wir müssen beherzt handeln, um Frieden, Freiheit und Wohlstand unseres Landes zu bewahren. Feste Säulen, auf denen unsere Sicherheit ruht, sind unsere Bundeswehr und unsere Verteidigungsbündnisse. Wir, die CDU, bekennen uns darum ausdrücklich zur NATO und zur Europäischen Union als den Garanten unseres Friedens, unserer Freiheit und unserer Sicherheit.

Wer nimmt, muss auch geben. So wie wir seit über sechs Jahrzehnten auf den Schutz unddie Solidarität unserer Verbündeten zählen konnten, müssen sich unsere Partner diesseits und jenseits des Atlantiks auf uns verlassen können. Es gilt daher, die NATO zu stärken.Wir bekennen uns ausdrücklich zum in Wales verabschiedeten Ziel der NATO, die Mittelfür den Verteidigungshaushalt in Richtung 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zusteigern.

Deutschland ist der zweitgrößte Nettozahler und Truppensteller der NATO. Darüber hinaus hat unser Land in den vergangenen Jahren wichtige Beiträge für das Bündnis geleistet: mit Truppenentsendungen ins Baltikum und durch die Teilnahme an Übungen, um damit die Verteidigungskraft der NATO zu stärken; durch die Unterstützung und den Ausbau der Strukturen und durch Einsätze im Rahmen des Bündnisses. Wir, die CDU, wollen, dass unser Land auch weiterhin ein entscheidender Anker im Bündnis bleibt. Wir wollen transatlantisch bleiben.
Zugleich wollen wir europäischer werden. Die Europäische Union ist eine der stärksten Wirtschaftsmächte der Welt. Sie ist ein einzigartiger Raum freien Handels, bürgerlicher Freiheiten und gemeinsamer Werte. Sie ist weltweit zu einem der wichtigsten diplomatischen Akteure geworden. Angesichts der Krisen in der Welt muss Europa jetzt auch in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik enger zusammenrücken und deutlich handlungsfähiger werden. Dies spiegelt auch die zunehmende Zahl an europäischen Einsätzen, wie mit der deutsch-französischen Brigade oder dem deutsch-niederländischen Corps, wider.

Deswegen haben wir mit unseren europäischen Partnern die Europäische Verteidigungsunion aus der Taufe gehoben. Wir Europäer arbeiten immer enger zusammen bei der Streitkräfteplanung, der Finanzierung von Forschung und Entwicklung, der Rüstungszusammenarbeit und bei der gemeinsamen Nutzung militärischer Ressourcen. Die Synergieeffekte werden durch den neu gegründeten Europäischen Verteidigungsfonds und durch das europäische Planungsverfahren CARD gehoben. Alle Verfahren sind komplementär zur NATO. Unsere Vision ist eine europäische Armee. Wir wollen, dass Deutschland gemeinsam mit unseren französischen Freunden Motor dieser Entwicklung bleibt. Das schaffen wir nur mit einer modern ausgestatteten und einsatzbereiten Bundeswehr. Zu den Hauptaufgaben der Bundeswehr gehört heute wieder die Landes- und Bündnisverteidigung. Dazu brauchen wir kampfstarke Streitkräfte zu Land, zur See, in der Luft und im Cyberraum, die technologisch gerüstet sind für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Zugleich hat in einer enger zusammenrückenden Welt die Aufgabe des weltweiten Krisenmanagements nicht an Bedeutung verloren. Wenn wir die Krisen nicht vor Ort lösen, kommen sie zu uns. Als wirtschaftsstarke und politisch einflussreiche Nation im Herzen Europas kommt Deutschland innerhalb der Weltgemeinschaft eine herausgehobene Verantwortung zu. Nicht zuletzt hängt auch unser Wohlstand vom Wohlergehen unserer Nachbarn sowie dem freien und sicheren Zugang zu den Märkten dieser Welt ab. Deswegen engagiert sich Deutschland bei Einsätzen und bei der Ertüchtigung von Partnern in unseren Nachbarregionen. Auch dies ist Ausdruck bündnispolitischer Verlässlichkeit.

Mit diesen Aufgaben ist die Bundeswehr gefordert wie lange nicht mehr. Deswegen muss sie materiell und personell wachsen, modern ausgestattet sein und eine höhere Einsatzbereitschaft haben.

Trotz der eingeleiteten Trendwenden bei Finanzen, Personal und Material hat die Bundeswehr weiterhin einen riesigen Nachholbedarf. Daher begrüßen wir, dass der Verteidigungshaushalt fünfmal in Folge erhöht wurde. Das Weißbuch der Bundesregierung, die Konzeption der Bundeswehr, das Fähigkeitsprofil sowie der Traditionserlass bilden ein zielführendes Gesamtkonzept für den weiteren Wachstumsund Modernisierungskurs. Wir treten deswegen nachdrücklich dafür ein, der Bundeswehr auch in den kommenden Jahren die finanziellen Ressourcen zu geben, die sie dringend benötigt. Dafür muss zwingend das Verteidigungsbudget steigen. Wir wollen 1,5 Prozentn des Bruttoinlandsprodukts bis spätestens 2024 erreichen.

Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr leisten Herausragendes und verdienen unsere Anerkennung. Sie sind bereit, hohe persönliche Opfer für unser Land zu bringen. Sie brauchen ein neues und modernes Gerät, um professionell ausbilden und erfolgreich im Einsatz bestehen zu können. Höchste Priorität bei den Investitionen haben die persönliche Ausstattung der Soldatinnen und Soldaten sowie die umfassend Digitalisierung der Bundeswehr.

Wer sich heute in den Dienst unseres Landes stellt, der übernimmt sehr bewusst eine große Verantwortung für uns alle. Wir, die CDU, setzen uns dafür ein, dass die Bundeswehr ihre Stärken als attraktiver und fürsorgender Arbeitgeber weiter ausbaut. Eine gute Kaserneninfrastruktur und attraktive Arbeitsbedingungen, die den Leistungen unserer Soldatinnen und Soldaten und dem besonderen Charakter ihres Dienstes angemessen sind, muss selbstverständlich sein.

Die CDU setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass der Dienst in unserer Bundeswehr mehr Anerkennung in unserer Gesellschaft erfährt.

Das gilt ebenso für die Reservistinnen und Reservisten, die ein starker Rückhalt in unserer Gesellschaft sind. Wir stehen zu den Angehörigen der Bundeswehr, ob zivil oder militärisch, ob aktiv oder als Veteranen. Ohne sie alle hätte unser Land niemals seinen erfolgreichen Weg in Frieden und Freiheit gehen können. Deswegen gebührt ihnen unser Dank!

Wir, die CDU, treten dafür ein, dass diese Wertschätzung auch praktisch erfahrbar und sichtbar wird. So wollen wir die Möglichkeit schaffen, für unsere Männer und Frauen in Uniform den Personennahverkehr unentgeltlich zu nutzen.

Wir treten für eine Modernisierung und Verbesserung des Besoldungsrechts ein, das der zeitlichen Belastung und den hohen Anforderungen an die Mobilität der Soldatinnen und Soldaten Rechnung trägt.

Wir wollen verbesserte Rahmenbedingungen insbesondere für unseren Reservedienst Leistenden erreichen. Der Dienst in unserer Reserve verdient besondere Anerkennung!

Wir wollen die soziale Absicherung der länger dienenden Soldatinnen und Soldaten auf Zeit verbessern, unsere Freiwillig Wehrdienstleistenden und Soldaten auf Zeit mit maßgeschneiderten Programmen zur Qualifikation und zum Einstieg in einen Zivilberuf in enger Kooperation mit Wirtschaft und staatlichen Stellen unterstützen.

Darüber hinaus wollen wir uns verstärkt um die Belange unserer Einsatzgeschädigten kümmern sowie für unsere Freiwillig Wehrdienstleistenden, unsere Reservistendienst Leistenden und unsere Soldatinnen und Soldaten auf Zeit. Die Regelungen für die Aufnahme in die Sozial- und Krankenkassen sind bereits verbessert worden.

Die CDU ist die Partei der Bundeswehr. Der Schutz unseres Landes ist für uns die Grundvoraussetzung für Frieden, Freiheit und Wohlstand Deutschlands. Wir wollen darum unsere Bundeswehr stärken. Dafür treten wir ein.

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Fritz Güntzler, MdB
Reinhäuser Landstraße 5
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Fax: 0551 73710

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