Regenbogendebatte

Foto: Fritz Guentzler, MdB - Büro BerlinFoto: Fritz Guentzler, MdB - Büro Berlin

Die Regenbogendebatte beherrschte die Medien. Es waren viele Meinungen dazu zu hören und ich muss unserer Bundeskanzlerin Recht geben, dass für eine stärkere Akzeptanz über Homosexualität und Vielfalt noch stärker aufgeklärt werden muss.

Und da man so ein wichtiges Thema nicht totschweigen sollte, möchte ich noch eine Sache anmerken:
Wir sollten bei dieser ganzen Diskussion nicht vergessen, dass wir nicht über allen Dingen stehen. Wie heißt es so schön: "Mit Adleraugen sehen wir die Fehler anderer, mit Maulwurfsaugen unsere eigenen" (Franz von Sales).

Die angedachte Illumination des Stadions wäre nicht nur ein Zeichen gegen das aktuelle Gesetz in Ungarn gewesen, sondern auch ein Zeichen an uns selber. Als Mitglied im Sportausschuss und Fußballfan stellt sich mir die Frage: Wie viele Fußball-Profis kennt man, die sich geoutet haben? Und ich rede nicht von Thomas Hitzlsperger, der sich nach seiner Karriere geoutet hat. In mehr als 50 Jahren Bundesliga hätte es, wenn die sexuelle Orientierung der Profi-Fußballspieler der Gesamtbevölkerung entsprechen würde, deutlich mehr als 1.000 schwule Profis geben müssen. Doch es gibt nur ganz wenige Fußballer, die sich während oder nach der Karriere als homosexuell oder bisexuell geoutet haben.

Ich möchte damit sagen: Man kann viele Gesetze erlassen, aber das heißt nicht, dass damit die Akzeptanz der Gesellschaft auch gewährleistet ist. Und das gilt nicht nur für das Thema Homosexualität, sondern auch für viele andere Themen wie Religionszugehörigkeit, Hautfarbe, Alter, Behinderung, Sprache, Weltanschauung und mehr. Auch für uns gibt es noch viel zu tun...

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